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Korrekturen

Es ist eine große Leistung, sich selber zu korrigieren. Jahrelang hat man womöglich gut begründet einen bestimmten Standpunkt vertreten; dann kommen neue Daten, der Erkenntnisprozess nimmt eine andere Richtung… Da ist die Versuchung groß, einfach vornehm zu schweigen und die neuen Fakten kühn zu ignorieren!

Hut ab vor allen, die nicht so handeln und es schaffen, sich selbst zu korrigieren. So hat der Bremer Forscher Alexander Lerchl bisher immer behauptet, die UMTS-Mobilfunk-Strahlung sei völlig unbedenklich. Jetzt korrigiert sich Lerchl und weist darauf hin, dass Krebs bei Labormäusen durch eben diese Strahlung verstärkt wird – selbst wenn die Dosis deutlich unterhalb der deutschen Grenzwerte liegt.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) korrigiert sich: In Sachen Glyphosat informiert sie nun darüber, dass dieses massenhaft verwendete Herbizid „wahrscheinlich beim Menschen krebserregend“ ist. Bisher behauptete die gleiche Organisation das Gegenteil: Glyphosat sei völlig unbedenklich. Neue Studien aus Kanada, Schweden und den USA hätten gezeigt, dass Menschen, die mit dem Herbizid in Kontakt kommen, ein erhöhtes Risiko tragen. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung – so berichtet die SZ – teilt diese Einschätzung nicht. Dort liest man die genannten Studien anders. Hoffentlich handelt es sich nicht um einen Fall von Faktenignorierung: Die Zulassung von Glyphosat in der EU steht in diesem Jahr nämlich auf dem Prüfstand… 


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