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Der Ökologische Arbeitskreis des Kreisverbands Rottweil der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) hat sich bei seinem November-Treffen mit dem Energiekonzept der RWE auseinandergesetzt. Gemäß der Organisation Greenpeace will Deutschlands größter Energieversorger in Neurath bei Grevenbroich zwei neue Braunkohle-Kraftwerksblöcke bauen und diese im Jahr 2009 mit rund 2000 Megawatt Leistung ans Netz gehen lassen. Damit ersetzt die RWE zwar alte Anlagen, bietet aber insgesamt kein progressives Konzept.
Das neue Kraftwerk wird 14 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO 2) ausstoßen, was pro Kilowatt Stunde Strom mehr als 920 Gramm entspricht. Der aktuelle Durchschnitt liegt bei 620 Gramm.
Die Energieausbeute liegt bei mickrigen 43 Prozent, d.h. mehr als die Hälfte des eingesetzten Brennstoffes verpufft wirkungslos in die Atmosphäre. Moderne Gas- und Dampfkraftwerke haben hingegen einen Wirkungsgrad von 58 Prozent; als Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ausgelegt sogar 80 Prozent.
Obwohl inzwischen fast alle wissen, dass sich das Klima deutlich zum Negativen hin verändert, investiert die RWE Milliarden in einen Dinosaurier der Stromerzeugung, denn Braunkohle stößt bei der Verbrennung mehr Kohlendioxid aus als alle anderen fossilen Energieträger.
Um den Klimawandel noch zu verhindern, müssen die Industriestaaten ihren Ausstoß von Treibhausgasen, allen voran CO2, bis zum Jahr 2050 um rund 80 Prozent senken. Mit Neurath sind aber nicht einmal die Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll zu schaffen; die deutsche Klimapolitik macht bei dieser Methode einen Rückwärtssalto. Im Auftrag von Greenpeace erarbeitete das Aachener Ingenieurbüro EUtech eine Alternative zur Erzeugung derselben Strommenge wie in Neurath - bei einem Siebtel des CO2-Ausstoßes und mit neunmal mehr Arbeitsplätzen.
Heute arbeiten bereits 150 000 Menschen in diesem Bereich. Das Konzept setzt auf kleinere Kraftwerke, die Energien wie Erdwärme, Wasser, Wind, Sonne und Biomasse nutzen, auf mit Erdgas betriebene hocheffiziente Gas- und Dampfkraftwerke sowie auf Energieeinsparung. Die ÖDP sieht die Zukunft der Energieversorgung ebenfalls in diesen kleinen dezentralen Kraftwerken, wie sie auch im Landkreis Rottweil bereits bestehen und von denen noch viel mehr benötigt werden.
Wir, vor allem aber die nachfolgenden Generationen, sind die Leidtragenden einer verfehlten Klimapolitik. Schmelzende Gletscher, sintflutartige Regenfälle, tauende Permafrostböden und schmelzendes Eis in der Arktis belegen den Klimawandel. Vor allem in der Arktis sind die Veränderungen schon deutlich spürbar. In Teilen Grönlands steigt die Temperatur zweimal schneller als im Welt-Durchschnitt. Klimaexperten sehen das Geschehen in der Arktis als Vorbote dessen, was der Welt droht, wenn beim Ausstoß von Treibhausgasen keine Kehrtwende gelingt.
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