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Am vergangenen Samstag feierte der Ortsverband Schramberg
der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) sein fünfzehnjähriges Bestehen. Mitglieder und etliche an der ödp oder an der Windkraft Interessierte versammelten sich um 15 Uhr am Sportheim in Waldmössingen. Sie kamen aus der großen Kreisstadt Schramberg und ihrer Umgebung, zwei Gäste kamen per Fahrrad aus Aichhalden und Tennenbronn aufgrund des sommerlichen Wetters. Gemeinsam wanderten alle zu den Windrädern. Gerhard Schmid, der technische Betreuer, erläuterte sehr engagiert die Technik. Drei sportliche Gäste erkletterten gut
gegen Absturz gesichert mit ihm danach innen den Turm, genossen oben den Ausblick und kamen begeistert wieder herunter. Die anderen gingen zum Tiergehege zurück und ergötzten sich an Kaffee und Kuchen. Die vielen anderen an einem Aufstieg Interessierten trugen sich später auf einer Liste ein und können in den nächsten Wochen eines der Waldmössinger Windräder bezwingen.
Danach hielt der Ortsverbandsvorsitzende Bernd Richter eine kleine Festansprache in Form eines Rückblicks auf das politische Tun des Ortsverbands. An einer Stellwand konnte der Werdegang in seinen verschiedenen Stationen nachvollzogen werden. Sieben Mitglieder gründeten ihn im Frühsommer 1988, inzwischen sind es im Stadtgebiet 41. Das ist eine Zunahme von fast 700%, stellte Bernd Richter stolz fest, denn zum Ortsverband gehören auch die unmittelbar angrenzenden Gemeinden, so dass insgesamt zur Zeit genau 60 Mitglieder zum Ortsverband gezählt werden.
Bernd Richter fing mit der seither regelmäßig und alle vier Wochen stattfindenden Altaluminiumsammlung an, die später vor der Zeit des &8222;Gelben Sacks&8220; durch eine umfangreiche Kunststoffsammlung (große Container für Hart- und Weichplastik und Schaumstoff) erweitert wurde. Heute werden auch Buntmetalle in kleinen Mengen und Korken gesammelt. Er erwähnte unter anderem die Kampagne gegen Gentechnik und für gesunde Lebensmittel in den neunziger Jahren, ein Problemkreis, der auch innerhalb der EU noch nicht zur Zufriedenheit der ödp abgeschlossen ist. Der Ortsverband kämpfte mit kleinen Erfolgen für eine Verbesserung des örtlichen Personennahverkehrs, unterstützte mit Aktionen Greenpeace, den Verkehrsclub Deutschland (VCD), den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), amnesty international (ai) und setzt sich immer wieder für mehr direkte Demokratie in Sinne von Volks- und Bürgerentscheiden ein. Er tritt für die verstärkte Förderung von umweltfreundlicher Alternativenergie und gegen Atomstrom und fossile Energieträger ein. Veranstaltungen für eine gerechtere Familienpolitik runden die Aktivitäten des Ortsverbands ab. Auch zur Erstellung des Einkaufsführers &8222;Gesund leben und naturnah einkaufen: Die Infobroschüre für Natur und Qualität im Landkreis Rottweil&8220; hat der Ortsverband einen großen Teil erfolgreich beigetragen.
Die ödp arbeitet aber auch seit Gründung bei BUM (Bürger für umweltgerechte Müllpolitik) mit und half kräftig, die Liste &8222;Buntspecht - Liste für Umwelt und Bürgernähe&8220; ins Leben zu rufen und ist zur Zeit über Bernd Richter in dieser Gruppierung ziemlich direkt im Stadtrat vertreten. Zur kommenden Kommunalwahl im nächsten Jahr will die ödp allerdings stärker Flagge zeigen und eine eigene Liste aufstellen.
Am Schluss seines Rückblicks bat der Ortsverbandsvorsitzende die anwesenden Gründungsmitglieder nach vorn, bedankte sich bei ihnen für ihr langjähriges Durchhaltevermögen und überreichte Inge Schmid und ihrem Mann Gerhard eine Flasche Ökowein, Josef Uhl wurde ebenfalls damit geehrt. Peter Himmelsbach bekommt sie und den Dank für langes Durchhaltevermögen bei anderer Gelegenheit und sich selbst gönnte Bernd Richter als Mann der ersten Stunde auch eine. Vergangenheit und Zukunft der ödp beschäftigte die Anwesenden auch in den sich anschließenden Privatgesprächen immer wieder bis in den Abend hinein.
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