Gelb blühende Silphie statt monotone Maisfelder für Biogasanlagen

ÖDP-Kandidatin zur Bundestagswahl, Verena Föttinger, informiert sich über Anbau der durchwachsenen Silphie

Unter den Landwirten entwickelt sich die „blühende“ oder auch „durchwachsene Silphie“ immmer mehr zum Geheimtipp als Energiepflanze zur Verwertung ihrer Biomasse in Biogasanlagen. Sie bietet gemäß der bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile . Im Sommer ist die durchwachsene Silphie ab Juni bis September eine gelb blühende Augenweide und bietet Nahrung für Bienen, Hummeln und eine Vielzahl von Insekten, genau so wie für zahlreiche Schmetterlinge. Die Intensivlandwirtschaft mit Mais fördert dagegen das Insektensterben.

Am 9. August konnte sich Verena Föttinger, ÖDP-Kandidatin im Bundestagswahlkreis Rottweil-Tuttlingen und Spitzenkandidatin in Baden-Württemberg in einem offenen Gespräch mit vielen weiteren Interessierten auf dem Hof der Landwirtsfamilie Digel in Fluorn-Winzeln über Anbau und Ernte dieser Pflanze und über die Vorteile dieser eigentlich aus den USA stammenden Pflanze, aber auch über eventuelle Schwierigkeiten und Nachteile bei Anbau und Ernte informieren. Auf dem Hof Digel wächst die Silphie bereits im zweiten Jahr. Beeindruckt zeigte sich Föttinger von der Blütenpracht: So weit das Auge reicht, strahlen gelbe Blüten auf dem fünf Hektar großen Acker, trotz des bedeckten Himmels umschwärmt von Bienen. Auch dem Hof Digel wird mit der Silage eine Biogasanlage gefüttert, wobei der Ertrag am Gas Methan etwas geringer als bei Mais ist. Der Aufwand für Pflege und Düngung ist allerdings bei der bis zu 20 Jahre nutzbaren Pflanze wesentlich geringer. Und ein weiterer Vorteil: Wildschweinen schmecken ihre kräftigen Blätter und quadratischen Stängel der Silphie nicht, sodass sie eher weiterhin im Mais hausen.

durchwachsene Silphie zu Beginn der Blüte

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